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2 Tage im Zeichen der digitalen Herzgesundheit

Geschrieben von Presse & Öffentlichkeitsarbeit | 8 Mai, 26 8:00 AM

Vergangene Woche kamen Projektbeteiligte auf der Jahresvollversammlung von ACRIBiS aus ganz Deutschland in Hannover zusammen, um erreichte Projektziele, Herausforderungen sowie das Potenzial für die digital unterstützte Herzgesundheit zu diskutieren. Ziel des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projekts der Medizininformatik-Initiative (MII): das Risiko für schwerwiegende Ereignisse, wie Krankenhausaufenthalte oder Todesfälle, bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser vorhersagen und reduzieren. Dafür werden klinische Routinedaten standardisiert erfasst und mittels moderner IT-Verfahren mit Biosignalanalysen aus EKGs kombiniert.

Während des Treffens betonte Prof. Sven Zenker, Projektleiter und Ärztlicher Leiter der Stabsstelle Medizinisch-Wissenschaftliche Technologieentwicklung und -koordination am Universitätsklinikum Bonn, erneut die Relevanz und den Bedarf der ACRIBiS-Arbeiten. Die wichtigste Erkenntnis: „Wir befinden uns auf der Zielgeraden.“

Wie wichtig der persönliche Austausch für den Projekterfolg ist, haben die inspirierenden Vorträge, Diskussionen und der produktive Workshop gezeigt.

Zentrale Themen waren:

  • Fortschritte, wie die erfolgreiche Erhebung des harmonisierten kardiovaskulären Datensatzes in der klinischen Routine (inkl. digitaler Datenerhebung per App) durch die Patient*innen mit Unterstützung des medizinischen Fachpersonals, Bereitstellung von EKG-Daten für KI-gestützte Risikovorhersagen, Entwicklung KI-gestützter Analysemodelle und Evaluationskonzepte, Ausarbeitung zentraler regulatorischer und ethischer Vorgaben für die standort-übergreifende Datennutzung

     

  • Standortindividuelle Erfahrungen mit Implementierung, Rekrutierung und der standardisierten und strukturierten Anamnese von Patient*innen im Rahmen der ACRIBiS-Studie. Hierbei wurden wichtige Erkenntnisse und Hürden für eine erfolgreiche Umsetzung gewonnen.

     

  • Das große Potenzial, auf erzielte Ergebnisse aufzubauen und sie nachhaltig zu nutzen – auch mit Blick auf die Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)-Infrastrukturen: ACRIBiS nutzt hier nicht nur in Zusammenarbeit mit NUM-SAR das NUM-Dashboard für innovative Tracking-Funktionalitäten, sondern kann auch neue interoperabel repräsentierte medizinische Daten und innovative Infrastruktur-Komponenten für die echtzeitnahe Biosignal-Verarbeitung beitragen.

     

Der diesjährige Gastgeber Prof. Udo Bavendiek, Oberarzt an der Klinik für Kardiologie und Angiologie an der Medizinischen Hochschule Hannover resümiert: „Die große und ungebrochene Motivation und Zielstrebigkeit der Projektgruppen ist beeindruckend. Die bisherigen Ergebnisse bestätigen bereits das enorme Potenzial von ACRIBiS für die Weiterentwicklung IT-gestützter Strukturen – sowohl zur Verbesserung klinischer Prozesse und der Patientenversorgung als auch für die klinische Forschung.

Mehr Infos: https://bit.ly/3QLtra2 

Fotos: ©ACRIBiS/Projektmanagement