Lokale Self-Service-Machbarkeitsprüfungen im MII-Kontext: Der Charité Cohort Finder
Die Medizininformatik-Initiative (MII) schafft die Grundlage dafür, klinische Routinedaten standortübergreifend für die Forschung nutzbar zu machen. Eine Schlüsselrolle übernehmen dabei die Datenintegrationszentren (DIZ), die lokale Versorgungsdaten harmonisieren, im FHIR-Kerndatensatz (MII-KDS) standardisiert bereitstellen und Forschende entlang aller Phasen von Forschungsprojekten unterstützen.
Eine frühe Phase von Forschungsprojekten ist die Machbarkeitsprüfung. Am DIZ-Standort Charité - Universitätsmedizin Berlin wurde hierfür ein praxisnaher Service entwickelt: der Charité Cohort Finder.
Das Tool ermöglicht Forschenden, Machbarkeitsanfragen eigenständig durchzuführen, direkt auf Basis des MII-konformen Datenbestands am Standort. Typische Ein- und Ausschlusskriterien wie Diagnosen, Prozeduren, demografische Merkmale lassen sich intuitiv kombinieren oder in zeitlichen Bezug zueinander stellen. Das Ergebnis sind aggregierte Statistiken und Beschreibungen der Kohorten.
Der Mehrwert:
- Schnellere Orientierung in frühen Projektphasen
- Effizientere Vorbereitung von lokalen Studien und Projektanträgen
- Entlastung der DIZ-Mitarbeitenden durch weniger Machbarkeitsanfragen
- Nachvollziehbare Machbarkeitsanalysen auf Basis standardisierter FHIR-Daten
Der Charité Cohort Finder zeigt exemplarisch, wie MII-Infrastruktur nicht nur technisch implementiert, sondern nutzerorientiert weiterentwickelt werden kann, als Brücke zwischen Routinedaten und Forschungsprojekten.